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Begehrlichkeitsfasten – jetzt!

Archiv, Politik, Wirtschaft

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Die heutigen Zeitungen sind voll von Ratschlägen, wie Herr und Frau Österreicher die nächsten 40 Tage ohne Schokolade, Fleisch oder zumindest mit weniger Kaffee auskommen könnten. Dabei sollte es doch weniger um Kilo-Reduzierung, sondern ums innehalten gehen. Wo stehen wir, was hilft uns und welche Einschränkungen helfen mir, die wirklich notwendigen Dinge in meinem Leben zu erkennen.

Die hohe Politik und auch die Interessenvertreter der Arbeitnehmer kann ich nur bitten genau dies zu tun und endlich ihre Begehrlichkeiten einzuschränken. Denn der Unternehmer – als Goldesel der Nation – ist knapp davor endgültig zusammenzubrechen. STOP!So darf es einfach nicht weitergehen.

Gerade wurde ich wieder mit einer Vertreterin konfrontiert, nach deren Sicht alle Probleme Österreich‘s nur durch Dienstgeber hervorgerufen werden, die keine Wertschätzung für die armen Mitarbeiter haben und Massen-burn-outs hervorrufen. Auch der Gesetzgeber ist auf diesen Zug aufgesprungen. Mittlerweile müssen Arbeitsplätze auch einer psychologischen Evaluierung unterzogen werden. Im Fragebogen heißt es unter anderem konkret: „Die Arbeit ist geprägt durch hohen Druck ständig freundlich zu sein?“

Also ich finde es ungeheuerlich, dass wir bösen Unternehmer unsere Mitarbeiter anhalten, freundlich zu sein. Wo kämen wir denn da hin, wenn in Lokalen, Hotels oder im gesamten Dienstleistungsbereich die Kunden freundlich behandelt werden sollen?

Denken wir doch bitte gemeinsam nach, wie wir die Wertigkeit des Unternehmers und seine Leistungen für die Gesellschaft wieder ein wenig in den Vordergrund rücken können. Mit weiteren Verboten und gesetzlichen Einschränkungen ist dem Wirtschaftsstandort nicht gedient.